Simon's Reisen

Schaut von Zeit zu Zeit vorbei....ich bin am Aktualisieren

06.02.08
Cerro Perito Moreno...

05.02.08
Abrechnung angefangen, Bilder sortiert, Tag vergammelt

04.02.08
Um 10 Uhr sind wir wieder in der mittlerweile vetrauten Heimat von José in El Bolson angekommen. An unsrem Lieblings-Factura-Laden konnten wir wiedermal nicht einfach so vorbeilaufen. Zum Frühstück gabs dort leckere süße frischgebackene Teilchen, einfach lecker. Auf der LKW Pritsche fuhren wir dann vom Dorf bis zum Grundstück von den Krämers. Der viele Staub auf der Fahrt hat uns nichts (mehr) ausgemacht, wir sind nach der langen Zeit nun resistent gegen Staub. Den restlichen Tag haben wir dann unser Gepäck aufgeräumt und entstaubt.

03.02.08
Heute Morgen hieß es nun Sachen packen und auschecken. Bei sehr schönem Wetter haben wir nochmals einen Strandtag eingelegt. Mittags kochten wir ein letztes Mal im Hostel. Nach einer Dusche mussten wir dann leider in den Bus zurück nach El Bolson steigen. An dieser Stelle kann man sagen, dass dieser Ort nach tagelanger Einsamkeit in der Steppe der optimale Abschluss war!


02.02.08
Heute haben wir unseren ersten Schnuppertauchkurs gemacht. Dazu sind wir (José, Nadja und ich) frühmorgens um 9 Uhr zum Strand gefahren. Dort erhielten wir von unseremTauchlehrer eine kurze Crash-Einführung in die Unterwasserwelt. War ganz gemütlich, denn wir waren nur zu dritt. Nach der Einweisung schipperten wir zur Übungsplattform. Von dort aus starteten wir nacheinander einen ca. 20 minütigen Tauchgang mit dem Tauchlehrer an der Seite in ca. 5 Meter Wassertiefe. Es war eine tolle Erfahrung Fische zu Füttern, Seesterne zu streicheln und überhaupt die Unterwasserwelt zu betrachten.
Anschließend fuhren wir wieder in Zentrum von Puerto Madryn, schlürften noch einen Kaffee und gingen dann zusammen noch einkaufen, denn wir hatten alle Hunger. Besonders Nadja, nachdem ihre Seekrankheit wieder nachgelassen hat. Nachdem wir zusammen gekocht und gegessen hatten liefen wir zum Strand um ein Eis zu essen. Gegen Abend verabscheideten José und ich uns von Nadja. Wir spazierten noch zum einem sehr guten Pizzaladen und über den Strand zurück ins Hostel. Abends erkundeten wir nochmal das Nachtleben von Purto Madryn.


01.02.08
Gott sei Dank - das Frühstück ist gesichert. Sind mal wieder sehr spontan um 9:50 Uhr aufgewacht und bis 10 gibt es Frühstück. Anschließend liehen wir uns Räder aus und erkundeten Puerto Madryn. Mittags waren wir bei nicht allzuschönem Wetter wieder am Strand. Den Abend verbrachten wir mit den 2 Bettnachbarinnen im Hostel und spielten Gesellschaftsspiele.

31.01.08
Im Hostel La Tosca gabs ein etwas besseres Frühstück, nämlich ein Croissant und ein Stückchen Kuchen. Naja, wie jeden morgen hielt dann unser Fresssack (Bild) her. Denn dieser musste ja auch bis Sonntag leer werden. Pauschal haben wir heute den Tag am Strand verbracht. Abends gingen wir dann nach einem Vesper im Hostel mit unsrer Bettnachbarin im Städtle aus. War ein feuchtfröhlicher und netter Abend bzw. Nacht.


30.01.08
Morgens haben wir nach dem argentinischen Frühstück pauschal beim Anonima eingekauft um gut versorgt nach Peninsula Valdez fahren zu können. Vor dem Supermarkt haben wir noch 2 Mädels aus Buenos Aires gefragt, ob die mit fahren wollten. Der 400km Tour stand nun nichts mehr im Wege. Um Valdez (Halbinsel) leben die größten Kolonien an Pinguinen, Seelöwen, Seeelefanten, Robben und Wale. Wale haben wir leider keine gesehen, aber von den anderen Tierarten mehr als genug. Es war eine sehr interessante Tour. Schade war nur, dass man die Besichtigungspunkte nur mit dem Auto abfahren konnte, wir hatten nahzu keine Möglichkeit, eine längere Strecke zu laufen. Unterwegs haben wir noch die tiefste Landdepression der Erde betrachtet, auch wenn uns dahin kein offizieller Weg hinführte. Ohne Mietwagen wären wir hier niemals hingekommen. Das sind 2 riesige Salztonseen auf -42m (unter dem Meerespiegel). Abends sind wir wieder nach Puerto Madryn zurückgefahren. Der Campingplatz bei Los Pyramides auf der Halbinsel war einfach katastrophal (steinig, staubig und stürmisch). Das hatte dann noch den Vorteil, dass wir unseren Mietwagen vorzeitig in PM abgeben konnten. Nachteilig war, dass wir dann unser ganzes Zeugs einmal quer durch die Stadt schleppen mussten, da das Mietwagenbüro in wenigen Minuten schloss und wir somit keine Zeit mehr hatten unser Gepäck zum Hostel La Tosqa zu fahren. Die Schlepperei muss sehr lustig ausgesehen haben, denn wir sorgten auf den Straßen dem Anschein nach für Unterhaltung. Abends nach dem Kochen haben wir zufälligerweise noch 2 Bekannte von Jose aus Österreich hier im Hostel getroffen. Er konnte es zuerst nicht fassen, aber die Welt ist echt verdammt klein. Mit ihnen haben wir dann einen schönen Abend im Hostel verbracht.



29.01.08
Morgens von der Geräuschen des Ozeans aufgeweckt zu werden ist einfach das Schönste! Nach dem Frühstück am Meer fuhren wir 36km zum Capo dos Bahias. Dort lebt eine riesige Pinguinkolonie. Seelöwen und Robben gibt es dort auch sehr viele. Das Besondere an diesem Ort ist seine Unbekanntheit. Ganze 2  Autos waren an diesem Morgen in diesem Park. Danach fuhren wir nach Trelew. Unterwegs sahen wir dann noch ein Paar mal unser Renterehepaar. Trelew war für uns schön, denn nach 10 Tagen Steppe war es einfach wunderschön grüne Vegetation zu sehen. Trelew liegt am Rio Chubut - nur deshalb wächst hier überhaupt etwas. Hier haben wir dann das berühmte Dinosauriermuseum angeschaut. Nach einem kurzen Rundgang durch das Städtchen fuhren wir weiter nach Puerto Madryn. Wir waren an unsrem lang ersehnten Ziel! Sommer, Sonne, Strand ... und Mädels :D. Das Y&S Youthhostel war unsre Unterkunft für die erste Nacht, völlig ausreichend. Es war zu diesem Zeitpunkt egal, denn alles was wir dringenst benötigten war eine ausgiebige Dusche. Abends starteten wir unsere erste Erkundungstour durch die Stadt. Nachts haben wir dann sehr gut geschlafen, obwohl wir direkt an einer dicken Straßenkreuzung untergebracht waren....


28.01.08
Heute sind wir extrafrüh aufgestanden. Anschließend gab's mal wieder ein defitges Pasta(reste)frühstück - auch hier gab es von den andren in der Küche kritische oder vielleicht auch neidische Blicke?! Man weis es nicht. Wir jedenfalls konnten uns ein Frühstück mit einer Tasse Kaffee und einem Keks nicht vorstellen. Der Nationalpark öfnete um 9 Uhr, weshalb wir uns früh an die Straße zum Park stellten. Wir hatten schon größte Zweifel, ob überhaupt ein Auto hier im Nichts vorbeifahren würde. Nach einer "realen" Stunde und nach gefühlten drei Stunden hielt ein Pickup an. Wir konnten es fast nicht glauben, aber drin war ein deutsches Rentnerehepaar aus Brandenburg. Die Welt ist echt klein. Das Paar wollte uns zuerst nicht mitnehmen, sie hatten typisch deutsche Sorgen: keine Insassenversicherung. Aus unsrer Sicht überhaupt kein Problem, denn wir wollten und konnten ja nicht reinsitzen, die Pickupfläche schien uns viel geeigenter. Aber nach ein paar Sätzen war klar, dass wir die nicht überreden konnten. So fuhr das Paar weiter Richtung "Bosque Petrificado" und ließ uns stehen - aber nicht lange :D.  Da packte sie anscheinend das schlechte Gewissen (sie hatten selbst Söhne...). Also ab und aufgesprungen. Wir hatten es geschafft! Nach 25 km waren wir dort! Lauter versteinerte, riesige Bäume. Man musste sie einfach mal anfassen.  Im Park haben wir dann gleich mit dem  Ehepärchen ausgemacht, dass sie uns die 50 km bis zur Routa 3 zurück mitnahmen. Lief also alles perfekt. An der Routa 3 haben wir dann nur ein paar Minuten warten müssen. Ein LKW mit Klimaanlagen im Gepäck nahm uns bis zum nächsten zivilisierten Ziel Comodore Rivadavia mit. In Comodore organisierten wir uns dann ein Mietwagen. Unser nächstes Ziel Camarones war per Anhalten nicht erreichbar. Wir fanden in einem noblen Hotel in dieser Stadt ein Mietwagenbüro. Die bedienten uns sehr freundlich, obwohl wir bestimmt wie Schweine gestunken haben (den ganzen Tag Staub gefressen und immer schön in der Sonne gebraten worden). Nach einer gemütlich Pizza in einem echt coolen Restaurant und einem ausgiebigen Einkauf fuhren wir weiter druch die Nacht Richtung Camarones. Dort sind wir am nächsten Tag um 1 Uhr morgens angekommen. Kurzerhand haben wir das Auto direkt am Atlantikufer abgestellt, die Sitze nach hinten gestellt und gemütlich geschlafen.


27.01.08
Blick auf die Uhr: 2 Uhr morgens, Blick aus dem Busfenster: Puerto San Julian! Also nix wie raus! Wir sind da! Wären wir nicht zufällig aufgewacht hätten wir das beschauliche kleine Dörflein am Atlantik verpasst. Aber so verschlafen es auch sein mag: die Touristeninfo am Busbahnhof hat 24h geöffnet. Diese hat uns dann auch einen Zeltplatz direkt am Meer empfohlen. Dort haben wir dann unser Zelt auf ziemlich steinigem Boden aufgeschlagen und haben uns dann auch direkt reingelegt.
Nach einer gemütlichen Dusche und einem Frühstück am Meer haben wir unser Hab und Gut zusammengepackt (wir schlichen uns vom Zeltplatz ohne zu zahlen :D) und sind zu der örtlichen Tankstelle gelaufen. Dort hofften wir auf gutmütige LKW Fahrer. Wir konnten zu unserem nächsten Ziel "Bosque Petrificado" (versteinerte Wälder) nur per Anhalter gelangen. Dorthin fährt kein Bus. Es liegt nähmlich im Nichts der südargentinischen Steppe.
Da an der Tankstelle im Ort nichts los war sind wir wieder mal in der Bruthitze und im Zenit der Sonne in Richtung Routa 3 losmarschiert. Nach ein paar Kilometer war dann auch eine Tankstelle in Sicht. Dort war es dann relativ einfach einen Trucker zu finden, der uns mitnahm. Der Familienvater war von Ushuaia nach Mendoza unterwegs. Nach ein paar Hundert Kilometern hat er uns dann im absoluten Nichts (Abzweig Routa 3 zum Bosque Petrificado) rausgelassen. Unterwegs haben wir außer Strauße,  Guanacos und Staub nichts gesehen.
Dieser Abzweig an der Routa 25 führte ins absolute Nichts. Wie wir die 25 km bis zum Wüstenzeltplatz "La Paloma" kommen würden haben wir im ersten Moment nicht gewusst. Zufällig fuhr der Wasserlieferant des Zeltplatzes an uns vorbei, der uns auch freundlicherweise mitgenommen hat. Das war ein junger Kerl, der eine Kippe nach der andren rauchte und auch ein Fähnchen mit sich herumtrug. Seinen Wasser-LKW (18000l) scheuchte er mutig über die Schotterpiste, bis ihm 2,5 km vor dem Zeltplatz der Zwillingsreifen am Anhänger geplatz ist. Nachdem wir (er konnte froh sein dass er uns mitgenommen hatte) den eigentlich schrottreifen Hänger endlich von der Zugmaschine runterbugsiert hatten fuhr er uns noch bis zum Ziel: Wir waren endlich da! Im staubigen Nichts "La Paloma". Außer uns übernachteten dort noch ein paar Minenarbeiter. Im Laden (ja es gab sogar ein Kiosk) kauften wir dann Wasser, das schon mindestens 3 Jahre abgelaufen war und mächtig nach Wüstensand schmeckte. Aber hier durften wir nicht wählerisch sein. Nach dem mittlerweile etablierten Pastaessen schliefen wir neben dem Dieselstromerzeuger irgendwann ein. Durch unsre Zeltwand kroch der Sand aus der Steppe, aber irgendwann ist einem das egal. Man fühlt sich, als würde man in einem Sandkasten schlafen. Sogar José kam sich an diesem Ort sehr verlassen vor. Wir lagen im Zelt und träumten von Stränden in Puerto Madryn, an dem die Menschen wie in Sardinenbüchse lägen...


26.01.08
Heute haben sich die Wege von den Schweitzer Mädels und von uns wieder getrennt. Wir sind nach Rio Gallegos gefahren, sie zum Torres del Paine. Jetzt im Nachhinein haben wir erfahren, dass dieser Nationalpark nicht mit Touristen überlaufen war. Das haben wir nicht gedacht, weswegen wir nicht hin sind. Aber so ist's nunmal.
In Rio Gallegos sind wir mit dem kompletten Gepäck vom Busbahnhof in die Innenstadt gelaufen (4km). Die Stadt ist es definitiv nicht Wert, länger als ein paar Stunden zu verweilen. So sind wir gleich am Abend Richtung Puerto San Julian gefahren - ebenfalls mit dem Bus.

25.01.08
Nachdem unsere Zelte abgebaut waren haben wir heute eine kleine Tour zu dem Wasserfall Chorillo del Salto gemacht.  Genau das richtige  Programm  nach  dem gestrigen Tag. Abends gings mit dem Bus zurück nach El Chalten. Dort musste José dann seinen ordentlich verdorbenen Magen auskurieren. Am nächsten Morgen, nach einer schlaflosen Nacht für ihn und mich (bin im Stockbett über ihm gelegen), ging es ihm dann  wieder gut.


24.01.08
Heute wanderten wir zur Lagune Los Tres, eine sehr schöne 25km lange Wanderung bis zum legendären Fitz Roy. Das Wetter war wieder super. In der Lagune haben wir sogar gebadet. Aber das Wasser war mehr als arschkalt. Nach dem Bad sind wir erstmal bis zum nächsten Aussichtspunkt gerannt (Laguna Sucia, unterstes Bild), damit das Bibbern endlich aufhörte. Abends konnten wir leider nicht mehr in der JuHe Kochen, so sind wir eben in ein Restaurant gegangen und haben uns , neben einem "isotonischen" Getränk, eine Superpizza gegönnt.


23.01.08
Nach dem Aufwachen und nach  dem Frühstück auf dem Campingplatz "Madsen" (Da die Tage sowieso lange sind macht es nichts, erst um halb 12 loszulaufen ;-)) wanderten wir zur Lagune Cerro Torre. Die Natur ist wahnsinnig dort! Ein super Wetter verschönterte alles nochmals. Abends genehmigten wir uns dann ein "isotonisches " Getränk (Quilmes) - manchmal braucht man halt was sprudliges. Gekocht haben wir sehr dreist in der nächsten Jugendherberge :D. Den Tag über trinkt man die ganze Zeit Gletscherwasser oder Wasser aus irgendwelchen Gebirgsbächen.


22.01.08
Frühmorgens sind wir zum Perito-Moreno Gletscher von El Calafate aus aufgebrochen. Nach eineinhalb Stunden waren wir dann im Nationalpark Los Glaciares angekommen. Standardmäßig kostete der Eintritt für "Ausländer" 40 Pesos und für Argentinier 12 Pesos - eine leicht ausländerfeindliche Eintrittspolitik, aber egal.  So oft kommt man da  ja nicht  hin. Mit dem Boot  schibberten wir bis zum Gletscher, näher kommt man mit Sicherheit nicht ran. Die "Klimakatastrophe" war für uns nicht sichtbar. Wir waren sehr beeindruckt von dem riesigen Eisfeld, und das quasi auf "Meereshöhe". Zurück in Calafate kauften wir noch ein paar Dinge für El Chalten ein, wohin wir am Abend mit dem Bus hingefahren sind. Dort hatten wir dann noch das Glück, dass wir bei Abendlicht unser Zelt aufbauen konnten, damit hatten wir nicht gerechnet. Die Tage sind hier im Süden sehr lange.


Der Gletscher schiebt sich hier (im Bild oben) von links nach rechts (2m pro Tag!). Die leichte Wölbung am rechten Ende ist die Bruchstelle. Hier strömt dann das angestaute Wasser vom hinteren, im Bild nicht sichtbaren Gletschersee, nach vorne in den 2. See (sichtbar im Vordergrund).


21.01.08
Spontan sind wir nicht mitten in der Nacht in El Chalten, sondern in El Calafate ausgestiegen. Jose benötigte dringend medizinischen Rat, den man in El Chalten nicht bekommen kann. In El Chalten gibt es nämlich nahezu nichts, zumindest dem Reiseführer nach. Dementsprechend haben wir unsere Tour"planung" morgens in El Calafate bei einem Frühstück geändert. Nach dem Krankenhausbesuch (...es wendete sich alles zum Guten) schauten wir uns das Dörfchen an und suchten uns ein Hostel, da alle Campingplätze rund um den Perito-Moreno Gletscher wegen chronischer Überfüllung geschlossen waren. Abends haben wir dann noch die Tickets für den nächsten Tag und für die El Chalten Tour gekauft. Im sehr schönen Hostel haben wir dann noch mit unsren schweizer Mädels gekocht, die wir auf der nicht endenden Busfahrt kennen gelernt haben.

20.01.08
BusBusBusBus, schlafen, lesen, BusBusBus. Ja, es war ein "normaler"Bus, kein semi- oder coche-cama Bus.


19.01.08
Heute starten wir um 23 Uhr unsere 32 Stunden Busfahrt nach El Calafate. Hab keine Ahnung ob es da Internet gibt, wenn ich Gelegenheit habe, werde ich natürlich das Tagebuch aktualisieren. Bilder seht ihr wahrscheinlich erst wenn ich wieder in Deutschland bin, dann aber richtig in einem vernünftigen Gruß.
Die Dauer der Süd-Reise ist noch offen.
Update: Nachdem wir Proviant eingekauft haben und uns nochmals mit einer Pizza für die anstrengende Fahrt gestärkt hatten gings dann endlich los. Die Fahrt führte uns durch das endlose Nichts der argentinischen Steppe. Hunderte Kilometer immer das selbe Bild: Sand und ein paar Büsche, Strauße und Guanacos. Diese Dimensionen sind für Europäer unvorstellbar. Die einzigen, die für etwas Abwechslung gesorgt hatten waren die 2 notgeilen Busfahrer. Die haben unsere vorgebuchten Plätze in der ersten Reihe pauschal 2 Schweizerinnen gegeben, sodass wir hinten im Bus saßen. Es war ganz amüsant zu beobachten,. welche Anstrengungen diese unternommen hatten, bloß um die Mädels vom Spiegel aus beobachten zu können. Die  Ablenkung war nicht allzu gut für sie, gescheiter hätten sie ihren Bus konzentriert auf der Schotterpiste gelenkt. Der Graben kam ab und zu gefährlich nahe ;-).

18.01.08
Heute schau ich mich hier im Internetcafe nach einer Unterkunft in Buenos Aires um. Anschließend richten wir unsere 7 Sachen für die Tour in den Süden. Heute Abend findet eine große Assado Party auf dem Campo Krämer statt. Die Nacht werden wir wieder in El Bolson zum Tage machen.
Update: Als Größenordnung. Heute sind wir rechtzeitig zum Kuh melken wieder heimgekommen ;-).


17.01.08
Wieder ein ruhiger Tag zwischendurch mit bissel Arbeiten, Brot backen, Tischtennis spielen und Reiseführer lesen.

16.01.08
Zum Frühstück gab’s die Reste der Vorabends, leckere Pasta. Danach packten wir unsere Sachen wieder ins Auto und fuhren nach El Bolson, wo wir ein Eis gegessen und ein paar Freunde von Jose getroffen haben. Argentinien ist berühmt für das leckere Eis. Sehr lecker sind auch die spottbilligen Facturas (süße sehr leckere Teilchen vom Bäcker).

15.01.08
Sehr früh morgens starteten wir mit dem Jeep in Richtung "Geierschlucht". Diese liegt in der Steppe (Halbwüste) beim "Piedra Palada", und ist touristisch völlig unbekannt. Die Landschaft war echt atemberaubend. Wir wanderten eine kleine Schlucht hinein, überquerten einige furztrockene Berge, und eine große Schlucht wieder hinaus. An den riesigen, mehrere hundert Meter hohen und extrem steilen Felsen leben sehr viele Geier. Lamas und Strauße haben wir ebenfalls gesehen, aber keine Menschen. Abends richteten wir unseren Wildcampingplatz ein. Über dem Feuer kochten wir uns dann legendäre Pasta. Nach dem erfolglosen Fischen legten wir uns müde auf den extrem harten Boden der Steppe.


14.01.08
Nachdem wir uns am gestrigen Tag warmgeradelt haben sind wir heute in die Rio Azul Schlucht mit dem Mountainbike gefahren. Man fährt in einem Tal entlang des Azul Flusses bis zu einer Stelle, dem so genannten "Gachon". An dieser Stelle kann man ca. 100m in die Tiefe zum Fluss schauen, mutige hüpfen über den ca. 1,5m breiten Felsspalt, andere die das Foto machen laufen über die Brücke ;-). Der Rückweg aus dem Tal hat sehr viel Spaß gemacht, einfach mal pauschal Vollgas die Schlucht hinausfahren. An dieser Stelle einen Gruß an "Hean", das wäre mit dir auch sehr legendär geworden, dir hätte das auch morzmäßig Spaß gemacht.
Der Rückweg zum Campo Krämer war sehr sehr anstrengend, da wir einen "kleinen Umweg" via Cerro Perito Moreno (Berg) gemacht haben. Der Weg ging endlos bergauf, das Hinterteil hat sowieso schon massiv wehgetan. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, das letzte Stück übers Hinterland ging nur bergab. Nachdem wir sämtliche Hagebuttensträuche und sonstige stachlige Büsche mitgenommen haben sind wir total fertig und zerkratzt zuhause angekommen.


13.01.08
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Radl zu einem Freund von Jose, der in der Nähe der Rio Azul Schlucht wohnt. Dort sind wir dann auf einen Aussichtspunkt auf einem Felsen gewandert. Die schönen Bilder kann ich leider noch nicht hier zeigen. Spätestens ab Mitte Februar sind sie hier zu sehen, dann bin ich wieder zu Hause wo es eine vernünftige Intergeschwindigkeit gibt.
Nach dem Besuch ging’s dann zum traditionellen Sonntagnachmittag-Volleyball. Insgesamt sind wir an diesem Tag 40 km geradelt.

12.01.08
Heute haben wir nicht allzu viel gemacht, muss wohl mit dem Vortag zu tun haben :D. Nach einer langen Risiko-Runde haben wir unsere El Calafate Tour (sehr grob) geplant.

11.01.08
Nach ein paar kleinen Arbeiten sind Jose und ich heute auf das Hinterland geritten. Dort zeigte mir Jose die aufgeforsteten Flächen, die nach dem großen Waldbrand vor ein paar Jahren angelegt wurden. Abends ging’s dann ab ins Dorf El Bolson, um die Nacht mit Freunden von Jose zum Tage zu machen.

10.01.08
Patagonien im Hochsommer - mit SCHNEE. Ich habe es nicht glauben können. Aber diese Nacht hat es geschneit! Heute sind wir in El Bolson um ein paar Sachen zu erledigen, unter anderem um dieses Tagebuch zu aktualisieren ;-). Anschließend besuchten wir noch den Indianerkopf und die bekannten Wasserfälle von El Bolson.


08.01.08/09.01.08
An diesen Tagen gab es hier auf dem Gelände wieder einige Arbeiten zu erledigen. Das Wetter ist im Moment auch scheiße, es regnet und ist recht windig. Passt also. Ich bin nicht mit dem Vorsatz hierher gekommen jeden Tag etwas anderes anzuschauen. Weniger ist mehr, so kann man das Erlebte viel besser aufnehmen. Die nächste anstrengende Tour nach El Calafate (Fitz Roy, Porito Moreno) steht bevor, welche wir im laufe der nächste Woche beginnen werden (1-3 Wochen Dauer).

07.01.08
Heute haben wir hier Brot gebacken. Hier wird das Brot ab dem Korn selbst hergestellt, war echt interessant das zu sehen. Weiter haben wir noch auf dem Campo Krämer gearbeitet, um auch etwas Nützliches zu machen ;-).

06.01.08
Nach dem Frühstück sattelten wir die Pferde und ritten eine halbe Stunde zu einem weiteren Nachbar. Ich bin das erste Mal geritten! Es ging, man sitzt halt ein bisschen verkrampft auf dem Gaul. Mittags ging es dann wie immer sonntags zu Bekannten um Volleyball zu spielen.


03.01.08 - 05.01.08
Heute sind wir wieder nach Chile gefahren. Wir besuchten einen Freund von Jose. Dazu sind wir über Esquel und Trevelin nach Futaleufu gefahren. Dieses Kaff ist DAS Paradies für Rafting Freaks. Außer ein paar Herbergen bietet das Dorf allerdings absolut nichts. Der tiefblaue und eiskalte Rio Futaleufu zieht Wasserratten aus der ganzen Welt an. Nach einer kurzen Sightseeingtour übernachteten wir auf einem Campingplatz. Eine Tagestour führte uns über 170km (4h Fahrt) Schotterpiste nach Chaiten an der Pazifikküste - wieder vorbei an einer prächtigen Landschaft. Der Santa Barbara Strand 5km nördlich von Chaiten gehörte uns alleine, kein Mensch war zu sehen. Gletscher haben wir auch gesehen. Auf dem Rückweg von Chaiten nach Futaleufu sind wir noch in die extrem heißen Thermen von El Amarillo gesprungen. Abends haben wir dann noch ein paar nette Stunden auf dem Zeltplatz mit Joses Freunden verbracht.
Am 5. ging es dann wieder vorbei an den sieben Seen Richtung El Bolson. Ein großer Teil des Rückwegs führte durch den Nationalpark Los Alerces.

 


02.01.08
Heute haben wir erstmal ausgeschlafen. Im laufe des Tages sind wir zu einem Nachbar, einem Österreicher, gelaufen. Nachbar bedeutet hier mindestens eine halbe Stunde laufen...

31.12.07/01.01.08
Über Silvester gehen wir nach Chile zu Freunden von Jose. Da gibt es wirklich kein Kommunikationsmittel. Nicht einmal Strassen, wir werden mit dem Boot (30 Minuten) und zu Fuß (ein paar Stunden) hinkommen. Aber die Landschaft muss atemberaubend sein. Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!
Update: Die Grenzabfertigung war zum Einschlafen, das Ganze hat 1,5h gedauert. Mein kurzer Nachname hat die Bearbeiter dann noch vollends verwirrt (faltan letras). Die Landschaft ist echt atemberaubend dort. Tiefblaue Seen umgeben von wunderschönen Bergen. Die Wanderung bis zum Ziel ging durch Wälder und Gebirgsbäche. Zwischendurch stärkten wir uns noch bei Bekannten, dort gab es frische Brezeln (ja, es sind Deutsche ;-)). Irgendwann waren wir dann endlich am Ziel angelangt, am Lago los Rocas. Dort hinten im Tal wohnt echt so gut wie keiner. Von einer Bevölkerungs“dichte“ kann man hier absolut nicht reden. Nirgendwo sonst ist man so vollkommen alleine. An Silvester gab’s Assado und Puma, der einen Tag zuvor geschossen wurde. Über den Geschmack des Pumas lässt sich streiten - Katze ist Katze, allein der Gedanke ist schon komisch. Am nächsten Tag gab’s noch 4h barfuss Fußball auf einem Stoppelacker. Trotz Abkülung im eiskalten Lago los Rocas haben wir uns alle auch einen Sonnenbrand geholt. An Neujahr sind wir dann total erschöpft den Weg aus dem "Nichts" zurück nach Lago Puelo gewandert und ganz erschöpft zuhause bei Krämers angekommen.


30.12.07
Heute haben wir den Hausberg (Cerro Piltriquitrón) von El Bolson bestiegen. Aber nur bis 1500m, da das Wetter sehr ungemütlich war. Auf dem Weg zur Schutzhütte durchquerten wir noch den Skulpturenwald (Bosque Tallado). Da haben sich einige Künstler mit Motorsäge und Schnitzwerkzeug an Baumstümpfen ausgetobt. Nach dem Abstieg sind wir noch zu einem sehr schön gelegenen See (Lago Puelo) gefahren. Sonntagnachmittags waren wir dann, nachdem wir uns noch El Bolson angeschaut haben, beim traditionellen Volleyball. Da treffen sich sehr viele Bekannte aus der Umgebung zum Spielen, Mate trinken und Unterhalten.
Heute Nacht wurde in Argentinien noch die Uhr umgestellt. Eigentlich nichts besonderes, aber keiner hatte das hier gewusst. Hier lebt man eben nicht nach der Uhr, eher nach dem Sonnenstand.


29.1207
Die Hinreise hat sehr gut geklappt. Der letzte Flug hatte etwas Verspätung. Jose hat mich dann vom Flughafen Bariloche abgeholt und über Schotterpisten zu ihm nach Hause gefahren. Er wohnt sehr schön, aber mitten "auf der grünen Wiese". Telefon ist eine Besonderheit im Hause. Internet geht wenn man Glück hat, dann aber mit 14 kbit/sec. Handynetz kann man hier vergeblich suchen, ich denke man braucht ein Quadband Handy hier.

28.12.07
Heute geht's los. Frankfurt -> Mailand -> Buenos Aires -> San Carlos de Bariloche. Dauer? Will ich nicht wissen , Mailand - Buenos Aires sind schon alleine 11200km.
Update: In Frankfurt gab’s dann noch einen Überraschungsbesuch.